Ein behindertes Kind?

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Die moderne Diagnostik kann nicht alles, aber viel. Am Ende steht oft ein Name für die Krankheit, nur wirklich heilen vermag sie der Arzt oft nicht. Für den Patienten bleibt die Frage offen, wem das Prozedere genutzt hat. Von den Kosten, die durch umfangreiche Untersuchungen verursacht wurden, ganz zu schweigen.

Frauen werden nun während einer Schwangerschaft durch zunehmend ausgeklügeltere Vorsorgeuntersuchungen immer mehr in eine Mühle getrieben, aus der sie nicht mehr herauskommen. Schon vor Jahrzehnten haben sich viele Frauen keine Gedanken darüber gemacht, wenn ihnen vom Gynäkologen eine Amniozentese, eine Fruchtwasseruntersuchung, empfohlen wurde. Hatten sie eine Altersgrenze überschritten, stand die zur Debatte. Doch was sollten sie mit dem Ergebnis anfangen? Die immerhin für das Kind mit großen Risiken behaftete Untersuchung hatte ja nur einen Sinn, wenn die werdende Mutter bereit war, die Konsequenzen zu tragen, sprich einer Abtreibung zuzustimmen.

Heute ist es möglich, allein durch eine Blutuntersuchung ein Down-Syndrom festzustellen. Doch haben wir das Recht, diese mit einem Mongolismus geborenen Kinder von vornherein als unwertes Leben abzulehnen? Diese und mehr Fragen stellt Monika Hey in ihrem Buch „Mein gläserner Bauch“ nicht nur als Journalistin, sondern auch als Betroffene.

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