Ein PC – muss das sein?

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Stell dir vor, du bist auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Du möchtest wirklich erwerbstätig sein. Wo suchst du dann? Ja, in der Tageszeitung stehen auch Angebote. Überwiegend werden dort Putzstellen, Bardamen und Hilfsarbeiterjobs angeboten. Also siehst du im Internet nach. Gute Idee! Aber da kannst du nur nachsehen, wenn du auch einen PC hast. Und als Langzeitarbeitsloser, sprich HartzIV-Empfänger, steht dir aber kein PC zu! Dumm gelaufen – böse Falle!

Du hast, als es dir noch gut ging und du dir etwas leisten konntest, ein Häuschen gebaut. Dann hast du dich richtig entschieden! Denn es darf auch nur ein Häuschen sein, wenn du plötzlich in Hartz IV abrutscht. Ein Haus könnte zu groß sein, so dass es dir nicht zusteht und du wirst gezwungen, dieses Haus zu verkaufen und davon zu leben. Vielleicht hast du noch Glück und das Grundstück lässt sich teilen. Dann kannst du den Teil, der dem HartzIV-Empfänger nicht mehr zusteht, verkaufen und damit deinen Unterhalt bestreiten. Ansonsten muss das ganze Grundstück, ja! Auch das Haus! verkauft werden. Wobei du zu den Cleveren zählst, wenn du für reichlich Nachwuchs gesorgt hast. Denn mehr Kinder bedeuten auch mehr Grundstück und mehr Haus!

Apropos Kinder: Da ist man in Deutschland ganz großzügig und setzt sich auch für die Bildung der HartzIV-Kinder ein. Damit auch sie in den Genuss von Musikschule (sicher können sie sich eine Geige, Keyboard, Gitarre… leisten), Sportverein (Turn- und Fußballschuhe kosten nicht viel, wenn man die aus der Kleidersammlung nimmt) oder auch Kultur ganz allgemein (Weihnachtsmärchen gibts nur vor Weihnachten, Karneval ist nur einmal, Kino??? Was kostet denn die Nachmittagsvorstellung?) kommen, gesteht unser Staat jedem Kind 10 € (in Worten; zehn Euro) zu. Nein, nicht jede Woche, jeden Monat! Welche Musikschule oder welchen Sportverein gibt es für 10 € im Monat? Von Nachhilfe ganz zu schweigen, ohne die heute die wenigsten Oberstufenschüler auskommen.

Ja, stell dir vor, du bist auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Dann hoffe mal, dass diese Vorstellung nie Wirklichkeit wird. Denn für viele ist es viel zu schnell gegangen. Vor allem hätten sie gut daran getan, sich vorher bei Arbeitslosengeld II – Hartz IV von A-Z zu informieren.

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